Prebuilt Dimensionen vereinheitlichen Werte aus unterschiedlichen Datenquellen unter einer gemeinsamen Bezeichnung. Statt im Reporting pro Plattform zu prüfen, wo der Advertiser, das Line Item oder das Format jeweils hinterlegt ist, liefert eine Prebuilt Dimension quellübergreifend genau einen konsistenten Wert. Dieser Artikel beschreibt die zugrundeliegende Logik am Beispiel der Prebuilt Dimension Advertiser ID.
Aufbau in drei Stufen
1. Lookup auf Media Desk
Im Paid-Media-Standardsetup ist Media Desk das führende System. Die Prebuilt Dimension löst die aktuelle Datenzeile per Lookup über die zentrale Line Item ID auf die zugehörige Allocation in Media Desk auf und übernimmt von dort die Advertiser ID. Damit wird quellunabhängig derselbe Wert verwendet — unabhängig davon, ob die Datenzeile aus einer DSP, einer Social-Plattform oder einem Analytics-Tool stammt.
2. Plattformeigenes Feld als Fallback
Liefert der Media-Desk-Lookup keinen Treffer (Line Item nicht in Media Desk gepflegt oder Media Desk nicht im Setup), greift die Formel auf das Advertiser-Feld der jeweiligen Plattform zurück:
- Google Ads → customer.id
- Meta → account_id
- LinkedIn → ACCOUNT.id
- Microsoft Advertising → AccountId
- TikTok Ads → advertiser_id
- analog für die übrigen angebundenen Quellen
3. Null als sauberer Default
Steht weder in Media Desk noch in der Quelle ein passender Wert zur Verfügung, bleibt das Ergebnis null. Es werden keine Ersatzwerte oder Annahmen erzeugt — Lücken sind als solche sichtbar.
Konsequenz dieser Reihenfolge: Prebuilt Dimensionen werden umso konsistenter, je vollständiger Media Desk gepflegt ist. Plattformeigene Werte bleiben als Sicherheitsnetz erhalten, treten aber nur in Erscheinung, wenn der Plan nicht greift.
Asymmetrische Feldverfügbarkeit zwischen Plattformen
Nicht jede Plattform exponiert in ihren Reporting-Daten denselben Feldumfang. An der Prebuilt Dimension Advertiser Name wird das gut sichtbar: Google Ads, Meta, Microsoft Advertising, LinkedIn, Amazon DSP, Google DV360, The Trade Desk, Teads, Sprinklr, Adform und Zemanta liefern sowohl Advertiser ID als auch Advertiser Name. Pinterest und TikTok Ads dagegen geben in ihren Reporting-APIs ausschließlich die Advertiser ID heraus, keinen Namen.
Für die Prebuilt Dimension Advertiser Name heißt das:
- Bei in Media Desk gepflegtem Line Item liefert Stufe 1 den Namen — auch für Pinterest- und TikTok-Datenzeilen.
- Ohne Media-Desk-Bezug bleibt der Wert für diese beiden Quellen leer, weil Stufe 2 mangels Feld nicht greifen kann.
Genau hier zahlt sich konsequente Media-Desk-Pflege aus: sie kompensiert Lücken in den Plattform-APIs und sichert Konsistenz quer über alle Datenquellen.
Dieselbe Logik gilt für nahezu alle Prebuilt Dimensionen
Die hier am Advertiser gezeigte Drei-Stufen-Logik ist das übergreifende Pattern aller Prebuilt Dimensionen — von Campaign, Line Item, Publisher, Format, Media Channel und Targeting bis zu den Datumsfeldern. Im Reporting genügt der Zugriff auf die Prebuilt Dimension; die Quellenwahl pro Datenzeile übernimmt Intelligence Qube im Hintergrund.
Die Mapping-Logik entwickelt sich weiter
Welche Quellen in welcher Stufe berücksichtigt sind, ist kein statischer Zustand. Mit jedem Release können sich Mappings erweitern oder verändern: neue Datenquellen kommen hinzu, Plattformen passen ihre APIs an, zusätzliche Prebuilt Dimensionen werden eingeführt. Die jeweils aktuelle Logik ist eindeutig in der Formel der einzelnen Prebuilt Dimension einsehbar.
Details zur quellübergreifenden Auflösung der zentralen Line Item ID — also dem Schlüssel, über den der Media-Desk-Lookup operiert — stehen im Artikel zur zentralen Line Item ID Dimension. Das übergreifende Konzept ist im Artikel zum Data Mapping in Intelligence Qube beschrieben.
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