Data Mapping: Daten aus mehreren Plattformen verbinden

Geändert am Mi, 13 Mai um 12:31 NACHMITTAGS

In Intelligence Qube laufen Daten aus vielen verschiedenen Plattformen zusammen: Mediaplanung, Adserver, Tracking, Analytics. Damit diese Daten gemeinsam ausgewertet werden können, müssen sie über einen gemeinsamen Schlüssel verbunden werden. Diese Aufgabe übernimmt das Data Mapping. Wie das Mapping konkret aussieht, hängt vom Setup ab. Für Paid Media Kampagnen hat sich ein Standardansatz etabliert, der über die Line Item ID läuft. Dieser Standardfall ist Thema dieses Artikels.


Das Prinzip: ein zentraler Angelpunkt


Im Paid Media Standardsetup ist die Line Item ID der zentrale Schlüssel im Data Mapping. Sie ist der gemeinsame Identifikator, über den alle Datenquellen miteinander verbunden werden. Sobald jede Datenzeile eine konsistente Line Item ID trägt, lassen sich Bezeichner und Metriken aus unterschiedlichen Quellen sauber zusammenführen.


  • Dimensionen liefern die beschreibenden Bezeichner: Kunde, Publisher, Kampagne, Placement, Format, Creative.
  • Metriken liefern die quantitativen Werte: Impressions, Klicks, Kosten, Conversions.
  • Prebuilt Felder in IQ sind so vorbereitet, dass sie diese Werte automatisch auf Ebene der Line Item ID zusammenführen.


Prebuilt Metriken werden in IQ grundsätzlich auf Line Item Ebene gemappt. Das gilt unabhängig davon, aus welcher Plattform die Metrik stammt.



Andere Setups sind möglich


Das Mapping über die Line Item ID ist der etablierte Standard für Paid Media Auswertungen, aber nicht der einzig mögliche Ansatz. Je nach Datenquellen und Auswertungsziel können in IQ auch andere Mapping-Logiken aufgebaut werden:


  • Mapping über andere geteilte Identifikatoren wie Order ID, Transaction ID oder Customer ID.
  • Rein zeitbasiertes Mapping über Tage, Wochen oder Kampagnenzeiträume, z. B. für Brand-Tracking oder Awareness-Studien.
  • Frei modellierte Mapping-Regeln über Custom Dimensionen, wenn keine einheitliche ID in den Quellen existiert.


Welcher Ansatz passt, hängt vom Setup und vom Auswertungsziel ab. Der Rest dieses Artikels beschreibt den Paid Media Standardfall.



Media Desk als führendes System


Im Normalfall, also dann, wenn Media Desk gemeinsam mit Intelligence Qube genutzt wird, ist Media Desk das führende System. Die Line Item ID wird dort bereits in der Mediaplanung definiert. Damit liefert Media Desk auch die zentralen Bezeichner:


  • Kunde / Advertiser
  • Publisher / Werbeträger
  • Kampagne und Sub-Kampagne
  • Placement und Format
  • Plan- und Buchungsdaten


Die Metriken stammen dagegen aus den jeweils ausliefernden Plattformen wie Adform, Google Ads, Facebook Ads, LinkedIn, TikTok Ads oder GA4. Über die Line Item ID werden sie an die in Media Desk definierten Line Items angedockt.



Wie kommt die Line Item ID in die Plattformen?


Damit IQ die Line Item ID in den Daten der einzelnen Plattformen wiederfindet, muss sie dort auch ankommen. Dafür gibt es zwei Wege:


1. Automatische Übergabe per API (Idealfall)


Media Desk übergibt die Line Item ID direkt an den Adserver. Von dort wandert sie automatisch an alle nachgelagerten Systeme, die über den Adserver getrackt werden.


Typische Kette: Media Desk → Adform → nachgelagerte Systeme wie GA4 oder Audience Project.


2. Manuelle Pflege


Für Plattformen, die noch nicht über eine Management-API an Media Desk angeschlossen sind, muss die Line Item ID manuell in den jeweiligen Kampagnen-, Anzeigengruppen- oder Line-Item-Namen eingetragen werden. Typisch ist die Pflege im Kampagnen- oder Adgroup-Namen nach einem festen Schema, z. B. 12345-67.


Je mehr Management-APIs Media Desk an die ausliefernden Plattformen anbindet, desto seltener wird die manuelle Pflege nötig. Aktuell wachsen die unterstützten APIs kontinuierlich.



Ein typisches Beispiel


Eine Display-Kampagne läuft über Adform, eine Search-Kampagne über Google Ads, dazu wird in GA4 das Onsite-Verhalten gemessen.


  • Media Desk legt für jede gebuchte Position eine Line Item ID an, z. B. 12345-01 für das Adform-Placement und 12345-02 für die Google-Ads-Kampagne.
  • Per API geht 12345-01 automatisch an Adform und von dort als Tracking-Parameter weiter nach GA4.
  • Da Google Ads über Media Desk gesteuert wird, wird 12345-02 ebenfalls per API gesetzt.
  • In IQ ordnet die Prebuilt Line Item ID Dimension alle Datenzeilen aus Adform, Google Ads und GA4 dem jeweils richtigen Line Item zu.
  • Die Bezeichner (Kunde, Publisher, Kampagne, Format) kommen einheitlich aus Media Desk, die Metriken aus den jeweiligen Plattformen.



Wenn Media Desk nicht genutzt wird


Auch ohne Media Desk funktioniert das Data Mapping in IQ. Die Prebuilt Line Item ID Dimension greift dann auf die Bezeichner der angeschlossenen Datenquellen zu und versucht, eine einheitliche ID aus den vorhandenen Feldern abzuleiten, zum Beispiel per Regex aus Kampagnen- oder Adgroup-Namen.


Voraussetzung ist, dass die jeweilige Bezugs-ID in den Plattformen konsistent gepflegt wird, sei es manuell oder durch ein anderes vorgelagertes System.


Details zur Prebuilt Line Item ID Dimension, mit den genauen Mapping-Regeln je Datenquelle, der eingesetzten Regex und dem Verhalten bei fehlenden Quellen, findest Du im Artikel zur zentralen Line Item ID Dimension.


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